Sammelsurium

Von diesem und jenem und aus dem Nähkästchen

In diesem Beitrag berichten wir von den alltäglichen oder auch nicht so alltäglichen Dingen, die uns auffallen/widerfahren/erheitern. Viel Spaß beim Lesen!

Zwillinge oder doch Mutter-Tochter-Gespann?

Nachdem Lena und ich von einem Einheimischen bereits für Zwillinge gehalten worden waren, fragte uns doch tatsächlich ein (im Übrigen sehr netter) Tuk-Tuk-Fahrer ob wir Mutter und Tochter seien. Dass Lena hierbei für die Mutter gehalten wurde und ich für das Kind, versteht sich glaube ich von selbst. Stellt sich nur die Frage, für wen das nun die größere Beleidigung war. Dem Fahrer war es jedenfalls sichtlich peinlich und er entschuldigte sich mehrmals; wir versicherten ihm, dass alles in Ordnung sei und konnten darüber lachen. Erst Zwillinge, dann Mutter und Tochter, wer weiß was noch kommt.. 😉

Übung macht den Meister

Nach mittlerweile fast sechs Wochen in Sri Lanka können wir mit Stolz berichten, dass unser Verhandlungsgeschick deutlich besser geworden ist. Wir erstanden bereits das ein oder andere Mitbringsel für deutlich weniger als angegeben und auch die Tuk-Tuk-Fahrten in unser Guesthouse können wir mittlerweile gut herunter handeln. Dachten wir zumindest. Die meisten Fahrer kennen unsere doch etwas abgelegene Straße (wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, wohnen wir in der “Pampa”) nämlich nicht, nehmen uns aber trotzdem mit, weil wir sagen, wir erklären ihnen unterwegs die Strecke. Da man aber bereits vorher den Preis aushandeln sollte, sind viele am Ende doch erstaunt oder verärgert, dass der Weg weiter war, als sie dachten, was nun aber wirklich nicht unsere Schuld ist. Meistens stecken sie sich dann die vorher ausgehandelten Rupien ein und verschwinden zähneknirschend wieder. Vor ein paar Tagen jedoch wurden wir einige Meter vor dem Ziel regelrecht aus dem Fahrzeug geworfen, weil dem Fahrer der zuvor ausgehandelte Preis zu niedrig war. Weiter würde er nicht fahren, wir hätten ihm etwas Falsches gesagt und außerdem würde er jetzt gerne 500 statt 350 Rupien haben wollen. Verschärft wurde die ganze Situation noch durch eine lauten Knall, der von einem in der Nähe gezündeten Feuerwerkskörper (ein Überbleibsel des Neujahres) stammte. Auf seine Forderung gingen wir natürlich nicht hin, stiegen hoch erhobenen Hauptes aus dem Tuk-Tuk und erklärten verärgert, dass er nicht denken solle, nur weil wir Touristen seien, wären wir dumm. Wir gaben ihm seine 350 Rupien und gingen die letzten Meter zu Fuß.

Farewell

Da das Medizinstudium in den UK anders gegliedert ist als unseres, war die Zeit für unsere zwei Mitbewohner Gracie und Nathalie gekommen, abzureisen. Die letzten Tage und Wochen hatten wir oft etwas zusammen unternommen und waren somit schon etwas traurig, als es Abschied nehmen hieß. Zusammen mit Alex, einer Kommilitonin der beiden, die erst eine Woche zuvor angekommen war und Menik (wer sie noch nicht kennt: die Besitzerin der Villa Aroma) ging es zum „Farewell Dinner“ ins „Lucky Fort“ in Fort. Hier gab es die Spezialität des Landes: „Rice and Curry“. Bei zehn verschiedenen vegetarischen Currys in unterschiedlichen Schärfegraden war auch für mich etwas dabei. 😉

Ein unschlagbares Angebot

Die hiesigen Tuk-Tuks sehen sich alle sehr ähnlich, sie sind entweder grün, rot, blau oder schwarz, ab und zu ist auch mal eines in lila (wäre was für Mama) oder beige dabei. In Galle im Fort entdeckten wir jedoch ein Exemplar, welches wir so noch nicht gesehen hatten: ein Tuk-Tuk in wunderschönem himmel- (wahlweise baby-)blau mit blau-weiß-gestreiften Sitzen à la Strandkorb. Wie es der Zufall wollte, gehörte genau dieses Tuk-Tuk einem Fahrer, den wir an einem Abend baten, uns in unser Guesthouse zu fahren. Begeistert berichteten wir ihm, wie schön wir sein Fahrzeug fanden, worüber er sich sichtlich freute. Wir erklärten ihm den Weg zur Villa Aroma und Lena fragte standardmäßig „how much is it?“, um wie immer bereits vorher den Preis für die Fahrt auszuhandeln. Prompt antwortete er: „4500 US Dollar“. Von unserem Schwärmen für sein Tuk-Tuk bekräftigt dachte er wohl, wir würden es ihm abkaufen wollen. Nachdem wir den Irrtum dann aufgeklärt hatten, mussten wir zum Glück deutlich weniger als 4500 Dollar für die Fahrt zahlen. 😉

Gaumenfreuden

In “unserem” Fort in Galle fühlten wir uns mittlerweile schon recht heimisch und so waren wir erstaunt, als wir eines Nachmittages das “Ponnies” entdeckten. Im Innenhof eines Geschäftes verborgen befand sich dieses kleine aber feine Café/Restaurant, welches liebevoll eingerichtet und dekoriert war. Wir bestellten einen Brownie und einen Carrot Cake und waren hin und weg. So etwas leckeres hatten wir schon lange nicht mehr gegessen! Als netten Nebeneffekt gab es gratis Wifi dazu, und so kommt es, dass ich jetzt hier sitze und diesen Beitrag schreiben und sogar hochladen kann. Wir genießen weiterhin unsere süßen Köstlichkeiten und melden uns, sobald es etwas neues gibt!