Grand Canyon
14. September 2014Auf geht’s zum Grand Canyon!
Neues Erlebnis: Wir konnten doch tatsächlich in ein KÜHLES Auto steigen! Über Nacht hatte es sich nämlich bis auf ca. 10 Grad abgekühlt, was wir bei sonst 30 Grad in der Nacht nicht gewohnt waren. So konnten wir unsere Reise starten, ohne bereits nach fünf Minuten völlig durchgeschwitzt zu sein.

Neues Erlebnis Nummer zwei: Die Straßen in Arizona waren plötzlich gesäumt von grünen Bäumen, gelben Blumen und Gras. Nichts mehr mit Steinen, Wüste, Dürre. Dazu blauer Himmel und angenehme 24 Grad.
Anna äußerte zu Beginn Bedenken, ob es denn dann am Grand Canyon auch Zäune gebe, sonst hätte sie Angst. Außerdem sei das Wetter heute ja “schlecht” (Gradangabe siehe oben; Ihre Wohlfühltemperatur fängt bei 25,5 Grad Celsius an). Am Eingang zum Grand Canyon National Park (25 Dollar pro Auto, gültig für 7 Tage) erhielten wir einen Guide, der einen Teil der Mitreisenden (ok, nur Anna) in “Angst und Schrecken” versetzte. Es wurde nämlich geraten, zur Sicherheit sowohl Verbandsmaterial, salzige Nahrung, einen Sonnenschirm, Pfeife und Signalspiegel als sogar auch eine Not-Plastikplane mit reflektierender Seite mitzunehmen. Doch alle Bedenken wurden schnell verworfen, denn der Grand Canyon ist vollstens “touristisiert”. Visitor Center, Market Plaza, Restaurant und sogar Busse, die einen von A nach B bringen. So erkundeten wir erst einmal den “Rim Trail” und waren begeistert von der atemberaubenden Landschaft.



Wir konnten auch allerlei Wildlife erleben (ca. alle 2 Minuten wurde ein armes Eichhörnchen Opfer meiner Fotoattacken; aber die waren auch sooo süß), sogar einen Elch, der gemütlich über den vollen Parkplatz vor dem Market Plaza spazierte. (Anmerkung der Redaktion: Wie ein aufmerksamer Leser feststellte, handelte es sich bei dem von uns als Elch deklarierten Wesen nicht um ebensolchen, sondern um ein Wapiti. Man möge uns Unwissenden diesen Fehler verzeihen!)

Gegen Nachmittag fuhren wir dann weiter zum “Desert View”, um hier zu bestaunen, wie der Sonnenuntergang den Canyon in allen möglichen Farben erstrahlen lässt. Doch daraus wurde leider nichts, denn eine dicke Wolke hatte es sich in den Kopf gesetzt, den dummen kleinen Menschen die Sonne wegzunehmen. So konnten wir dann wenigstens noch sehen, wie die Sonne unter der Wolke hervortrat und für wenige Minuten einen kleinen Teil der Felsen blutrot färbte.


Auf dem Weg Richtung Monument Valley, in dem wir ein Apartment gebucht hatten, war es plötzlich eine Stunde später, dieses liegt nämlich im Navajo Reservat, welches wie Arizona eine Zeitzone weiter liegt aber im Gegensatz zu Arizona die Sommerzeit hat. Jaa, verwirrend.